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Kaiserin Elisabeth Museumsförderverein erhält den Kultur Anerkennungspreis am 30.10.2018 verliehen

   

Kulturpreise Landkreis Starnberg - Pressinformation 30.12.2018

Auszeichnungen für Willi Großer, Dr. Friedrike Hellerer und den Kaiserin Elisabeth Museum Possenhofen e. V.

Am Dienstagabend fand die feierliche Verleihung der Kulturpreise des Landkreises Starnberg 2018 statt. Landrat Karl Roth verlieh die Auszeichnungen im Sitzungssaal des Landratsamtes. Dem Starnberger Willi Großer wurde für seine Lebensleistung der Kulturpreis verliehen. Mit Anerkennungspreisen wurden die aktiven Damen des Kaiserin Elisabeth Museum Possenhofen e. V. und die Herrschinger Archivarin Dr. Friedrike Hellerer ausgezeichnet.

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Kulturpreise Landkreis Starnberg - Pressinforamtion 30.12.2018

In seiner Festrede würdigte Landrat Karl Roth die Preisträger für ihren Einsatz um das historische Erbe und das kulturelle Gedächtnis unserer Heimat. „Jeder der Preisträger macht das auf seine Weise und trägt dazu bei, bei den Menschen in der Region das Interesse an der heimatlichen Geschichte, an der Sprache, am Liedgut und an den Traditionen und Bräuchen zu wecken und wach zu halten.“ In launigen Worten zählte er einige Geschichten auf, die den meisten nicht bekannt wären, würde es nicht Heimatforscher geben, die sich damit beschäftigen.

Kaiserin Elisabeth Museum Possenhofen e. V.

Der Verein führt und betreibt das Kaiserin Elisabeth Museum in Possenhofen ehrenamtlich. Das ehrenamtliche Engagement des Vorstands mit seiner äußerst engagierten Vorsitzenden Rosemarie Mann-Stein und der Damen, die durch das Museum führen, ist unermüdlich. Das Museum gibt es seit 2005. Es hat sich mittlerweile zu einem international gefragten touristischen Anziehungspunkt in der Region entwickelt. Die Besucher kommen aus aller Welt. Mit dem Anerkennungspreis soll nach Worten der Jury „neben dem großen ehrenamtlichen Einsatz auch die kindgerechte Vermittlung der Heimatgeschichte gewürdigt werden.

Der Verein Kaiserin-Elisabeth-Museum-Possenhofen e. V. wurde 2005 gegründet. Er ist aus der Sammlung Heinemann entstanden, welche die Gemeinde Pöcking vor etwa 15 Jahren erwerben konnte. Paul und Anita Heinemann hatten im historischen Bahnhof von Possenhofen zusammen mit Dr. Stappert eine eindrucksvolle Sammlung von Andenken an Kaiserin Elisabeth von Österreich gesammelt und ausgestellt. Die Sammlung war damals nur Insidern bekannt.

Die Gemeinde Pöcking hat die im Privatbesitz befindlichen Räume im Bahnhof Possenhofen langfristig angemietet. Sie hat die Räume hergerichtet und dem Verein zur Verfügung gestellt.

Mittlerweile besuchen etwa 10.000 Gäste das Museum. Das ist für so ein kleines Museum eine sehr beachtliche Zahl. Insbesondere auch deshalb, weil das Museum immer nur vom 1. Mai bis 21. Oktober geöffnet ist. Auf Anfrage werden jedoch auch den Wintermonaten Führungen angeboten und am 24. Dezember (Geburtstag von Kaiserin Elisabeth) versteht sich das von selbst. Für den reibungslosen Ablauf sorgen rund 20 ehrenamtliche Damen, die mit Liebe und Detailwissen durch das Museum führen.

Dem Verein ist es ein großes Anliegen mit falschen Geschichten um Kaiserin Elisabeth aufzuräumen und den Besuchern ein realistisches Bild zu präsentieren. Dafür wird die Sammlung, wenn sich irgendeine Gelegenheit ergibt, immer wieder mit neuen Exponaten erweitert. Gerade die Vorsitzende Rosemarie Mann-Stein hat sich hier schon einen Namen gemacht. Sie ist in der Szene gut bekannt, so dass sie auch Geheimtipps von Kunstexperten bekommt und dann zu Auktionen fährt um wieder ein Stück zu ersteigern. Auch Sendungen, bei denen es um Antiquitäten geht, verfolgt sie mit großem Interesse. Vor kurzem etwa lief „Bares für Rares“ im Fernsehen, eine Sendung, in der Kunstgegenstände gehandelt werden. In der Sendung wurde ein goldener Rubinanhänger mit Diamantrosen präsentiert. Rosemarie Mann-Stein hat das Monogramm von Sophie Charlotte, die mit König Ludwig II. verlobt war, erkannt. Die Fernsehexperten nicht. Jetzt ist das gute Stück im Museum in Possenhofen zu besichtigen.

Ein besonderes Anliegen des Vereines ist es, die Geschichte „Ihrer Kaiserin“ auch Kindern nahezubringen. Mit dem „Sisi-Mobil“ bringen sie die Geschichte der Wittelsbacher und insbesondere die Geschichte der Kaiserin Elisabeth in die Schulen. Die neueste Errungenschaft, bzw. Idee, die innovativ umgesetzt wurde, ist ein Audio-Guide von Kindern für Kinder. Dabei haben sich zwei Pöckinger Kinder (Lisa und Verena, beide 9 Jahre alt) die für sie spannendsten Objekte ausgesucht und erklären sie. Kinder können so, per Handy und mit App, das Museum eigenständig und kindgerecht erleben. In 25 Stationen werden sie durch die drei Räumen geführt. Wer kein eigenes Handy hat, kann sich eines im Museum ausleihen.

Das Museum ist darüber hinaus kein statisches Museum. Immer wieder finden Sonderausstellungen und Vorträge statt. Das trägt dazu bei, gerade auch die heimische Bevölkerung mit der Geschichte der Region vertraut zu machen und das Museum für sie zu einem Ort zu machen, den sie immer wieder gerne besuchen. Dass das klappt, konnte man am Tag der offenen Tür sehr eindrucksvoll feststellen.

Das große Engagement der Vereinsmitglieder wurde auch 2017, beim Einsturz der historischen Decke, beeindruckend unter Beweis gestellt. Alle haben mit Feuereifer daran gearbeitet (Exponate wurden gereinigt, eingelagert und wieder aufgebaut), damit das Museum pünktlich zum Saisonstart wieder öffnen konnte.


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